Diese musikalischen Aphorismen schrieb Webern auf Anregung seines Vaters im Jahre 1914. Sie setzen den Weg der Reduktion den die früheren Instrumentalwerke einschlugen konsequent fort. In den neun Takten des dritten Stückes erklingen 20 Töne das zweite dauert etwa eine Viertelminute. Gleichzeitig ist Weberns Sprache noch differenzierter geworden. Jeder Ton des Klaviers erfordert eine neue Anschlagsart oder Dynamik. Das höchst eigenwillig eingesetzte Cello steht dem mit einer Fülle verfremdender Spielanweisungen kaum nach. Auf einen von Pausen zerklüfteten langsamen Satz in dem sich Relikte einer dreiteiligen Form nachweisen lassen folgt ein stürmischer Satz in f bis fff. Der „äußerst ruhige“ dritte Satz verliert sich in fast unhörbaren Celloflageoletts. Für die nächsten dreizehn Jahre – bis zum Streichtrio op. 20 von 1927 – widmete sich Webern vornehmlich der Komposition von Vokalmusik. Die Entwicklung seiner Instrumentalwerke war mit op. 11 vorerst in den Hintergrund gerückt.

 

Manfred Angerer

Webern: 3 kleine Stücke für Violoncello und Klavier op. 11

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